„Merseburger Ecke“ startet
Mit der „Merseburger Ecke“ stellten heute, am Freitag, den 29. Mai 2026, sieben Kommunen im südlichen Saalekreis sowie die Hochschule Merseburg eine gemeinsame Regionalmarke vor. Bad Dürrenberg, Bad Lauchstädt, Braunsbedra, Leuna, Merseburg, Mücheln (Geiseltal) und Schkopau erhalten damit erstmals ein gemeinsames Kommunikationsdach, das die Region als attraktiven Arbeits-, Lebens-, Hochschul- und Zukunftsraum sichtbarer macht. Die neue Marke bündelt die vielfältigen Stärken der Region: wirtschaftliche Dynamik, wissenschaftliche Kraft, bezahlbaren Wohnraum, kurze Wege, kulturelle Angebote, Natur- und Freizeitqualität sowie eine starke regionale Identität. Ziel ist es, die Wahrnehmung der Region nach innen wie außen nachhaltig zu stärken und den Kommunen künftig eine gemeinsame Stimme zu geben.
Die Marke „Merseburger Ecke“ bildet damit die strategische Grundlage für eine moderne Standortkommunikation im Wettbewerb um Fachkräfte, Einwohnerinnen und Einwohner, Studierende sowie Investitionen. Die sieben Kommunen mit zusammen knapp 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern setzen bewusst auf Zusammenarbeit, um ihre Potenziale stärker sichtbar zu machen und die Zukunft der Region aktiv mitzugestalten.
Die „Merseburger Ecke“ zeigt, dass die beteiligten Kommunen gemeinsam mehr sind als die Summe ihrer Einzelteile. Jede Kommune bringt ihre eigenen Besonderheiten und Stärken ein — zusammen entsteht daraus ein vielseitiger Lebens- und Wirtschaftsraum mit Zukunftsperspektive.
Prof. Markus Krabbes, Rektor der Hochschule Merseburg und Mitinitiator zur bisherigen Arbeit des interkommunalen Verbundes: „Die große Aufgeschlossenheit und der vertrauensvolle Umgang der umliegenden Stadtoberhäupter hat es mir von Anfang leicht gemacht, die Vernetzung der Hochschule mit ihrem gesamten regionalen Umfeld zu stärken. Es freut mich, dass wir in den vergangenen Jahren so gut darin vorangekommen sind, für dieses Netzwerk noch eine strategischere Ausrichtung zu entwickeln und einer auch formelleren Verabredung den Weg zu bereiten.“
Kevin Löber, Projektkoordinator „Merseburger Ecke“ von der Merseburger Innovations- und Technologiezentrum GmbH (MITZ) erklärt: „Die ‚Merseburger Ecke‘ ist weit mehr als ein Logo oder ein Slogan. Die neu geschaffene und zu etablierende Marke ist erstmals eine gemeinsame Identität für eine Region, die wirtschaftlich, wissenschaftlich und gesellschaftlich bereits eng miteinander verbunden ist. Unser Ziel ist es, die vorhandenen Potenziale sichtbarer zu machen, Kräfte zu bündeln und die Region künftig selbstbewusster und geschlossener nach außen zu präsentieren.“
Auch Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere regionale Akteure sollen von der Regionalmarke „Merseburger Ecke“ profitieren sowie künftig noch enger miteinander vernetzt werden. Gemeinsam mit ihnen soll die Marke sowohl nach innen als auch nach außen Strahlkraft entfalten — mit dem Ziel, die Identifikation mit der Region zu stärken, Menschen langfristig vor Ort zu halten und zugleich neue Fachkräfte und Talente aus ganz Deutschland für die Region zu gewinnen.
Zur neuen Regionalmarke „Merseburger Ecke“ gehören auch ein Logo sowie ein Claim. Das Logo kombiniert eine markante serifenlose Wortmarke in kräftigem Dunkelblau mit modularen quadratischen Icons. Diese Icons greifen die lokalen Wappen beziehungsweise ortsspezifischen Zeichen der beteiligten Kommunen auf und übersetzen sie in eine reduzierte, moderne Formsprache.
Durch individuelle Kommunal-Logos innerhalb des gemeinsamen Markenauftritts bleibt die Eigenständigkeit der einzelnen Orte erhalten. Die Dachmarke verbindet die Kommunen, ohne ihre Identität zu ersetzen. Die Farbwelt aus Blau mit Akzenten in Grün, Orange und Gelb steht dabei für Stabilität, Dynamik und Zukunftsorientierung.
Der Claim „Ecke gut, alles gut!“ steht für einen interkommunalen Zusammenschluss, der selbstbewusst und zukunftsorientiert ist, ohne an Nahbarkeit zu verlieren. Denn: Zwischen Chemiepark und Geiseltalsee, zwischen tausendjähriger Domstadt und Weinberg arbeitet, forscht und lebt, wer Mitteldeutschland bewegt.
Innerhalb eines Jahres wurden, begleitet durch die Dienstleister LE-Regio UG und Gecko.2 GmbH, die vielfältigen Potenziale der Region und mögliche gemeinsame Wirkungsbereiche herausgearbeitet, die die inhaltliche Basis der Marke bilden. An diesem Prozess waren nicht nur die Bürgermeister und der Oberbürgermeister, sondern auch die Hochschule Merseburg, die MITZ sowie diverse Multiplikatoren und Multiplikatorinnen beteiligt, die die Region aus Sicht der Wirtschaft und dem alltäglichen Leben beschrieben. So konnte parallel zum Markenbildungsprozess auch ein fachlicher Rahmen geschaffen werden, innerhalb dessen die Zusammenarbeit - unterstützt durch die MITZ – nun vertieft und fortgesetzt wird.